Doku: Öcher Penn duldet Nazis in SA-Kostümen

Hier ein Bericht über Geschehnisse am Karnevalssonntag in Aachen. Schon früher, unter anderem vor der Mahnwache wegen des rassistischen Anschlags in Hanau am Donnerstag, wurde die Gruppe in der Innenstadt gesehen. Schon wieder beteiligt N. S. un K. H.

Gefunden bei Diskursiv Aachen:

Am Aschermittwoch ist alles vorbei?

Nicht für die Öcher Penn, wie wir finden. Denn diese hat vergangenen Sonntag Neonazis in SA-Uniformen in ihr Festzelt gelassen und war nach Ansprache der Security nicht bereit, diese wieder rauszuschmeißen. Stattdessen konnten die offensichtlichen Neonazis weiterhin auf die Gastfreundschaft der Öcher Penn setzen und sich der feucht-fröhlichen Sause hingeben.

Dass Uniformiertheit im rheinischen Karneval eine Tradition hat und diese auch gerne ironisch auf die Schippe genommen wird, ist bekannt. Doch muss in diesem Fall eine klare Grenze gezogen werden. Wir könnten es an dieser Stelle nicht besser ausdrücken als der folgende Mainzer Büttenredner Andreas Schmitt: https://youtu.be/086NXMg64Uc

Gerade in Anbetracht der derzeitigen Welle rechten Terrors, ist es ein Skandal, dass organisierte Neonazis so offen und selbstverständlich auftreten können! Danke an die engagierten Personen, die die Neonazis entdeckten und konfrontierten!

In der Hoffnung, dass sich solche Szenen nicht noch einmal im Aachener Karneval wiederholen werden, fordern die Öcher Penn auf, sich zu diesem Ereignis zu verhalten.

Im Folgenden dokumentieren wir die uns zugespielten Informationen bezüglich der Ereignisse am Karnevals-Sonntag noch einmal detaillierter. Dabei können wir uns sehr gut vorstellen, wer mit dieser Beschreibung gemeint war, da in den vergangenen Karnevalstagen mehrere lokal bekannte Neonazis in solchen SA-Uniformen gesehen wurden und diese ganz klar dem gewalttätigen organisierten Neonazi-Spektrum Aachens zuzuordnen sind:

Sechs bis sieben Neonazis feierten vom Sonntag den 23. auf Montag den 24. Februar im zentralen Karnevalszelt in der Aachener Innenstadt. Verkleidet waren die Faschisten in Anlehnung an SA-Uniformen, also braunen Jumpsuits mit Gürtel und Deutschlandflagge auf der Schulter und Thor-Steinar-Bauchtaschen (Thor Steinar ist eine bekannte Bekleidungsmarke der Neonaziszene) . Nachdem die Gruppe auf ihre „Kostüme“ angesprochen wurde, wurde provokant zurückgefragt, ob man die Sturmabteilung kennen würde. Danach wendeten sich die darüber bestürzten Personen an die Security des Pennzelts. Diese zeigten sich desinteressiert und weigerten sich die Neonazis rauszuwerfen. Im Gegenteil, nun wurden die aufmerksamen Menschen des Zeltes verwiesen, was diese auch taten, da die Neonazis nach der Ansprache diese Menschen bedrohlich beobachteten.